O-R-P Online Ratgeber Polstermoebel

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Pflege und Wartung

 

Die Pflege Ihrer Polstermöbel ist sehr wichtig, wird jedoch oft vernachlässigt oder sogar überhaupt nicht betrieben. Warum aber?
Ihre Kleidung reinigen Sie ja auch regelmäßig und der Stoff bzw. das Leder auf Ihren Polstermöbeln ist unterschiedlich in ihre Dichte, Webeart oder im Grundmaterial so wie Ihre Kleidung. Pflegeleicht bedeutet nicht, dass man nichts tun muss oder können sie sich vorstellen, monatelang die Körperpflege auszusetzen und keinerlei
Pflegeproduckte mehr zu benutzen? Diese Vorstellung erfüllt Sie genauso grauen wie mich! M
ein Tipp: Lassen sie auch die Pflege Ihrer Ledermöbel nicht zu kurz kommen, denn genau wie ihre Haut braucht auch die Haut Ihres
geliebten Sofas in regelmäßigen Abständen ihre ungetrübte Aufmerksamkeit. Es wird Ihnen danken mit einem frischen und gepflegten Aussehen für sehr lange Zeit. I
ch weiß wie schwer die Suche nach einem geeigneten Pflegeproduckt und wie kostspielig das herumprobieren mit Produckten verschiedener Hersteller sein kann.

Ich gebe Ihnen gerne das Ergebnis meiner Suche, die vor vielen Jahren mit dem Benutzen der Produckte der Firma LCK aufhörte, an sie weiter. Dieser Hersteller bietet nicht nur das ideale Konzept für die Pflege von Ledermöbel sondern überzeugt auch durch ein super Preis-Leistungs-Verhältnis gegenüber so manchen anderen Herstellern, die ich im Laufe meiner Berufsjahre kennengelernt habe. Im übrigen bietet die Firma LCK gleich das komplette Programm für den Werterhalt Ihrer Ledermöbel, wie z.B. die Überarbeitung beschädigter oder abgenutzter Stellen an. Lassen sie sich einfach mal beraten. Nachfolgend noch einige wichtige Informationen zur richtigen Pflege von Leder, Kunstleder und Stoffen.

Leder

Leder braucht Pflege! Die Erzfeinde des Leders sind direkte Sonneneinstrahlung und der Schweiß, aber auch eingefärbte Textilien wie z.B. Jeans oder starke lösungsmittelhaltige Reiniger, aber auch Haarpflegeprodukte können dem Leder arg zu Leibe rücken. Die Schadensbilder reichen von Ausbleichen über Verfärben bis hin zur Deckschichtablösung. Setzen Sie das Leder nicht direkter Sonnenbestrahlung aus, da die Sonne das Leder austrocknet und eine bleichende Wirkung hat. Sollten Sie Ihre Möbel nicht anders stellen können, so genügt es einen leichten Vorhang vor das Fenster oder die Balkontür zu ziehen. Sie können sich auch zur Sicherheit einen Lichtschutzbalsam im Fachhandel besorgen (bei LCK bereits in allen Pflegeproduckten enthalten). Ihr Möbelhändler wird Sie dahingehend sicher beraten. Entfernen Sie regelmäßig den Schweiß von den durch Sie genutzten Flächen wie Sitzfläche, Rückenlehne und die Armlehnen.
Schweiß ist sehr aggressiv, da es sich um ein Stoffwechselendprodukt handelt und unter anderem Salze enthält, die die Deckschicht angreifen.
Außerdem verschließt Schweiß unter Mitwirkung von Schmutzpartikeln und Eigenfett die Poren Ihres Leders und verringert so die Atmungsaktivität des Materials. Wichtig ist bei der Reinigung der Flächen eine milde (Ph-Wert neutral) Flüssigkeit, die keine scharfen Lösungsmittel oder parfümierten Stoffe enthält. Eine gute Möglichkeit ist Gallseife in destilliertem Wasser gelöst und ein fusselfreier Lappen. Den Lappen gut auswringen, da Leder nicht durchfeuchten darf; gegebenen Falls danach gut trocken wischen. Es gibt aber auch geeignete Reinigungstücher im Fachhandel. Möglichst diese Prozedur je nach Nutzung der Ware 1x monatlich oder jeden zweiten Monat durchführen. Genauso wichtig wie das regelmäßige Reinigen im Alltag ist die Langzeitpflege. Hierbei sollte stets ein geeignetes Pflegemittel benutzt werden; geeignet deshalb, weil die Pflege der einzelnen Lederarten leicht variert. Sie sollten sich bei Ihrem Möbelhändler informieren, welches Pflegemittel für Ihr Leder das Beste ist.
Die Langzeitpflege besteht aus zwei Hauptkomponenten; zum einen der geeignete Pflegebalsam und zum anderen ein Reiniger.
Der Reiniger dient nicht unbedingt der Fleckenentfernung, sondern soll die Oberfläche des Leders von Restverschmutzungen befreien,
um so ein ungehindertes Eindringen des Pflegebalsams zu gewährleisten. Ein guter Pflegebalsam wird stets zügig einziehen ohne eine speckige Schicht auf der Oberfläche zu hinterlassen. Pflegemittel, die Wachse oder sogar Silicon enthalten, sind nicht zu empfehlen, da diese mit der
Zeit die Poren verstopfen und so auf langer Sicht verhindern, dass das Pflegeprodukt in die tieferen Regionen des Leders eindringt, wo es eigentlich hin soll, denn es soll ein Austrocknen des Leders verhindern. Ein trockenes Leder wird früher oder später Risse bekommen und die ausgehärtete Deckschicht wird sich schneller durch den Gebrauch abscheuern.
Wer es mit seiner Lederpflege sehr genau nimmt sollte nach dem Einpflegen die Oberfläche mit einem für Ihr Leder geeigneten Imprägniermittel besprühen. Dies ist nicht zwingend notwendig, kann aber bei sehr starker Beanspruchung des Leders dafür sorgen, dass durch den aufgetragenen Schutzfilm die Deckschicht durch äußere Einwirkungen nicht so sehr beansprucht wird. Nach gewisser Zeit verringert sich dieser Schutzfilm,
vor allem durch die Reinigungsprozeduren.
Vermeiden Sie den Kontakt Ihres Leders mit Textilien, die durch aggressive Farbstoffe eingefärbt wurden, wie z.B. Jeanshosen. Der Farbstoff der Jeans kann in die Deckschicht des Leders eindringen und sich mit dieser fest verbinden. Ein sogenannter Sitzspiegel entsteht, der vor allem auf hellen Lederfarben deutlich erkennbar zurückbleibt und nicht zu entfernen ist. Auch können die Nieten der Jeans die Deckschicht beschädigen.
Das Abdecken der Fläche durch z.B. eine Decke schützt sicherlich vor Verfärbungen der Deckschicht des Leders, birgt aber auch eine kleine Gefahr in sich. Wenn eine Flüssigkeit auf die Decke kommt, z.B. durch ein verschüttetes Getränk, wird diese durch den Sogeffekt in die Tiefe gezogen, bleib dort lange aktiv und kann die Deckschicht belasten, obwohl die Oberfläche der Decke schon wieder abgetrocknet ist. Bitte trocknen sie eine nasse Lederdeckschicht umgehend durch z.B. Küchenkrepp. Ein Durchnässen des Leders sollte stets vermieden werden.

Kunstleder/Textilleder

Kunstleder ist ein künstlich geschaffenes Produkt, es besteht aus einem textilien Schichtträger (Stoffgewebe) und einer Kunststoffbeschichtung, die sich aus verschiedensten Komponenten zusammen setzt darunter auch Weichmacher. Diese Weichmacher sorgen dafür dass das Kunstleder geschmeidig und dehnbar ist und einen weichen Griff hat. Bestimmte Strukturen auf der Oberfläche werden absichtlich dort aufgebracht um eine Ähnlichkeit zu echtem naturgewachsenen Leder zu erzielen. Die Pflege von Kunstleder ist sehr unaufwendig. Es sollte lediglich darauf geachtet werden dass, wie beim echten Leder direkte Sonneneinstrahlung vermieden wird und auch der Schweiß sollte regelmäßig entfernt werden. Sie können hier genau wie bei der Reinigung vom echten Leder verfahren. Zusätzlich wäre es hilfreich einen geeigneten Kunststoffreiniger vorrätig zu haben.
Sonne, Schweiß und ebenfalls scharfe lösungsmittelhaltige Reiniger greifen die Kunststoffschicht an und entziehen ihr die Weichmacher, dass bewirkt ein aushärten der Kunststoffschicht, das Kunstleder wird rissig oder es reißt sogar gänzlich durch. Dieses Verhalten schreitet bei mangelnder oder unterlassener Pflege schneller voran. Oft reißt das Material irgendwann auf den Sitzflächen, bevorzugt im Bereich der Mittelnähte, da das Material dort durch die Pervoration durch die Nähnadeln geschwächt ist. Vorher ist meist ein aushärten des Materials zu beobachten.
Eine Langzeitpflege durch Balsame wie bei echtem Leder ist bei Kunstleder nicht angebracht, da es nicht in die Kunststoffschicht eindringt und sich dort einlagert, sondern als speckige Schicht auf der Oberfläche liegen bleibt. Es gibt allerdings Kunststoffpflegemittel die man von Zeit zu Zeit auf die stark genutzten Flächen aufbringen könnte, was die Haltbarkeit des Kunstleders deutlich erhöht. Befragen Sie dazu Ihren Möbelhändel oder erkundigen Sie sich im Fachhandel z.B. Drogerien.

Stoffe

Es gibt die unterschiedlichsten Stoffgruppen. Sie unterscheiden sich durch die verwendeten Garne, die Webdichte, die Abriebsfestigkeit, die Zug- und Dehnungseigenschaften oder sogar durch die Fertigungsart wie z.B. Microfaserstoffe. Stoffe können aus reinen Naturfasern z.B. Baumwolle, reiner Kunstfaser (synthetisch hergestellte Garne) oder auch einer Mischung von beidem bestehen. Sie können mit einer weichen Bürste abgebürstet werden
oder mit leichter Saugkraft und geeigneter Polsterdüse abgesaugt werden. Bei der Beseitigung von Flecken oder Verschmutzungen ist jedoch Vorsicht geboten, da zu scharfe Reiniger und zu starkes Reiben mit einem Putztuch das Gewebe angreifen könnten (siehe Ausfasern/Pieling). Die Wahl des Reinigers hängt von der Art der Verschmutzung ab, wenn Sie sich nicht sicher sind aus was der Fleck besteht oder milde Reiniger bereits Versagt haben, sollten Sie vor der chemischen Keule die Verträglichkeit des Stoffes an einer verdeckten Stelle testen, weil aggressive Reiniger unter anderem zu Farbverlusten führen können. Es gibt auch eine Stoffart die der Herstellungsweise des Kunstleders gleicht hier werden anstatt Kunststoff,
Kunstfasern auf den Textilien Schichtträger aufgebracht. Diese Stoffe reagieren sehr allergisch auf aggressive Reiniger. Diese können dazu führen, dass sich die Haftverbindung auflöst und die Fasern großflächig ausfallen. Generell sollte mit einem weichen Tuch (Baumwolle) gereinigt werden, durch leichte Kreisbewegungen oder in Webrichtung (von hinten nach vorn) oder bei Mischfaserstoffen mit der Streichrichtung (sofern vorhanden). Die Streichrichtung können Sie ermitteln indem Sie mit der Hand oder einer weichen Bürste von rechts nach links oder von hinten nach vorn streichen. Durch diese Bewegung glätten Sie entweder die Faser (hell) oder Sie richten die Faser auf (dunkel). Auch erkennbar durch den unterschiedlichen Widerstand, den das Bezugsmaterial bietet. Die Richtung in der die Faser den geringsten Widerstand leistet und die Faser sich glättet (hell), ist die sogenannte Streichrichtung (entspricht auch der Richtung in der der Stoff die Webmaschine verlässt). Nachdem reinigen mit starken Reinigern sollte die
Faser möglichst mit destillierten oder abgekochten Wasser gespült werden. Also mit einem feuchten Tuch nachwischen, um den Reiniger aus dem Gewebe zu entfernen oder ihn zu mindestens stark zu verdünnen, da der Reiniger noch lange auf das Gewebe einwirken wird, obwohl die Reinigung bereits abgeschlossen ist. Ein aufsaugen der Restnässe durch Küchenkrepp oder das trocknen der stelle mit einem Haarfön während man
ab und zu leicht auf das Gewebe klopft oder es mit einer weichen Bürste leicht aus bürstet, verhindert die berühmt berüchtigte Ränderbildung. Da durch den Sogeffekt Schmutzpartikel mittransportiert werden, die sich an den Rändern der nassen Zone absetzen und dort verbleiben.
Regel! Stets so wenig Nässe beim reinigen auf den Stoff bringen wie nötig!
Sollte die Reinigungsprozedur längere Zeit in Anspruch nehmen, ist ein zwischen zeitliches trocknen ratsam, um es dann erneut zu versuchen. Aber manche Flecken gehen halt nie raus, weil sie in die Faser eindringen und sich mit ihr verbinden. Wenn Sie während des reinigen bemerken, dass das Gewebe beschädigt ist, sollten sie unverzüglich aufhören! Spätestens wenn Sie einen unterschied zwischen einer gereinigten Fläche und den übrigen Flächen (hell-dunkel) bemärken, wird es mal Zeit weiter auszuholen und die gesamte Ware einmal zu reinigen. Dies sollte idealer weise immer trocken durchgeführt werden. Erkundigen Sie sich dazu im Fachhandel oder kontaktieren sie eine Fachfirma zum Thema Trockenreinigung von Polstermöbeln.
Sollten Sie es selbst versuchen wollen, ein Tipp von mir Privat, verwenden sie einmal das Teppichreinigungspulver eines bekannten Teppichherstellers. Streuen Sie das weiße etwas klamme Pulver über die Fläche und führen Sie mit einem weichen fusselfreiem Tuch oder einer weichen Polsterbürste,
kreisförmig Bewegungen unter leichten Druck aus. (Ich stülpe mir eine weiße frotte Socke über die Hand) Bei allzu starker Verschmutzung können Sie mit einer Blumenspritze einen leichten Sprühnebel auf die Fläche geben, was die Wirkung des Pulvers etwas verstärkt. Lassen Sie nun das Pulver trocknen (weißer Staub) und saugen Sie die Fläche mit leichter Saugkraft und geeingneter Polsterdüse ab. Wichtig! Gereinigte Flächen nach der Reinigung oder der Entfernung von Flecken mit einem Textilimpregnierer behandeln werden, da durch die Reinigung die vorhandene Schutzimpregnierung mit rausgewaschen wird und die ungeschützten Fasern sehr anfällig für dann umso stärker haftenden Schmutz sind.

Reklamationsgrund ja nein bedingt

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