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Polsteraufbau

 

Der Polsteraufbau beschreibt die einzelnen Schichten und die verwendeten Materialien, die in der Polsterung Ihrer Sitzmöbel verborgen sind.
Die häufigsten Materialien sind Schaumstoff, Federkern, Federeinlage, Polsterwatte und Dämmfilz.
Den unteren Abschluss der Polsterung bilden entweder Gummigurte (sehr weich), Nosakfedern (mittel), Textilgurte oder Holzfederleisten (fest, hart).
Textilgurte oder Holzfederleisten kennen Sie sicher vom Lattenrost Ihres Bettes.
Am Ende wäre noch die blanke Holzplatte (meist Hartfaser) zu nennen, die natürlich die geringste Einsinktiefe ermöglicht, da sie nicht nachgibt.
Jeder Hersteller plant seinen Polsteraufbau stets so wie er möchte, dass der Endkunde einmal auf seiner Ware sitzt.
Auch das spätere Nachlassen der Polsterung spielt dabei eine Rolle.
Eine weiche Sitzfläche, die ein tiefes Einsinken in die Ware ermöglicht, wird nie eine Holzfederleiste als Unterfederung haben,
sondern als Oberpolsterung einen Schaumstoffblock (verschiedene Härtegrade) und als Unterfederung wahrscheinlich Gummigurte,
die stets im Verband gespannt werden, oder auch über lange Distanz gespannte Nosakfedern.
Eine feste Polsterung wird meist eine Federeinlage integriert in einen Schaumstoffblock als Oberpolster haben und als Unterfederung über kurze Distanz gespannte Nosakfedern, Textilgurte oder Holzfederleisten. Hier ist das Einsinkverhalten dem entsprechend gering.
Auch kommt es vor, dass der Polsteraufbau innerhalb einer Garantie, z.B. bei einer Eckgarnitur mit Ottomane, variiert, so dass einige Flächen weicher sind als andere.
Dies gehört zum Konzept des Herstellers, der das Einsinkverhalten der Sitzfläche z.B. so schaffen muss, dass etwa eine Schlaffunktion oder
ein Bettkasten noch unter der Sitzfläche platz finden. Auch leichte Unterschiede zwischen 3er-Sitzern, 2er-Sitzern und Sessel können vorkommen, was meist gestellbedingte Ursachen hat. Generell ist der Polsteraufbau selbst nicht reklamierbar.
Wenn man also eine Ware mit z.B. Gummigurtunterfederung ersteht, die sich sicher am Anfang noch recht fest angefühlt hat, kann man nicht bemängeln, dass man nach gewisser Nutzungsdauer wesentlich tiefer sitzt!
Es sei denn, der Effekt tritt plötzlich auf und ist vielleicht mit einer gewissen Geräuschkulisse verbunden, dann sollten Sie dies umgehend Ihrem Möbelhändler mitteilen, denn es könnte eine Gestellzarge gebrochen, eine Nosakfeder aus der Haltelasche gerutscht oder ein Gummigurt gerissen sein. Das sollte durch einen Fachmann geprüft werden.
Am Schluss wäre noch die Polsterwatte zu nennen, die sehr häufig verwendet wird und für eine weiche Armnutzung der Oberflächen und einen weichen Griff sorgt. Diese kann unterschiedlich dick ausfallen und in geringen Fällen sogar Geräusche verursachen, wenn sie mit bestimmten Bezugsmaterialien überspannt wird (Knautschgeräusch, siehe Geräuschbildung).
Auch der Schaumstoff kann z.B. an Spannschnüren für Mittelnähte Geräusche machen, eine Nosakfeder an der über ihr liegenden Abdämmung scheuern oder in einer Haltelasche quietschen.
Wenn sie diese Geräusche stören sollte auch dies einmal ein Fachmann begutachten, um zu klären, ob die Geräusche über ein normales Maß der Toleranz hinausgehen. Mit manchen Geräuschen muss man leben, wie z.B. ein Spannungsknacken im Gestell.

Reklamationsgrund ja nein bedingt

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