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Strukturunterschiede

 

Leder ist ein Naturprodukt und hat einmal irgendeinen Pflanzenfresser bedeckt, zu meist aus der Gruppe der Rinder.
Da so ein Tier, genau wie wir Menschen, unterschiedliche Hautregionen hat, die sich in Faltigkeit und Porigkeit und auch in der Dicke von einander unterscheiden, werden sich diese Merkmale auch auf Ihren Polstermöbeln wieder finden.
Die glattesten Teile einer Haut sind stets die Rückenpartie und anteilig die Seiten.
Rein aus wirtschaftlichen Gründen ist die Industrie natürlich darauf bedacht eine Haut so gut wie möglich auszunutzen.
So kommt es dazu, dass einzelne Flächen auf den unterschiedlichsten Elementen wie z.B. Sitzfläche, Rückenlehne, Armlehne u.s.w eine unterschiedliche Oberflächenstruktur aufweisen.
Weitere Merkmale sind Verletzungen wie Hornstöße, Stacheldrahtverletzungen, Stiche von Insekten oder Bisse von Zecken, die das Tier zu Lebzeiten einmal erlitten hat.
Sie bilden ein einzigartiges Charakterbild, das jede Haut einmalig macht und auch ein Zeichen für die Echtheit des Leders darstellt.
Die Industrie bezeichnet dies auch als Warentypisches Merkmal.
Leider kommt es wahrscheinlich durch mangelnde Vorkontrolle der Häute ab und zu vor, dass sich besonders faltige Zonen, wie z.B. aus der Nackenregion oder den Achselhöllen, auf den nutzbaren Flächen wiederfinden, wo sie meiner Meinung nach nicht hingehören, da es nicht nur optisch unschön aussieht, sondern auf einer Sitzfläche z.B. die Deckschicht in den Falten auch anfälliger ist für Beschädigungen, weil das Leder durch die Benutzung ständig geknickt wird.
Daher sollten sich diese Zonen auf schwachen oder nichtgenutzten Flächen befinden, wie den Spannteilen.
Idealerweise vermeidet ein Hersteller jedoch diese Hautpartien überhaupt zu verwenden.
Sollte es bei Ihnen doch einmal vorkommen und der Hersteller hat perdu kein Einsehen, sollten Sie zumindest darauf drängen, dass die Stelle dokumentiert wird und sich zur Sicherheit eigene Fotos zurück legen, so dass eventuell spätere Schadensbilder zurück verfolgbar sind und wer weiß, vielleicht springt ja auch der ein oder andere Preisnachlass aus Gründen der gestörten Optik heraus.

Vorsicht! Die Hersteller und auch die Händler versuchen mit Preisnachlässen oft jede spätere Reklamation, die mit dem Mangel verbunden ist, mit abzugelten bzw. sich freizukaufen. Achten sie bitte immer darauf das festgehalten wird, dass sie den Nachlass nur für den momentanen Zustand des Mangels akzeptieren. Behalten sie sich stets das Recht vor, sollte sich der Mangel später deutlich verschlechtern, erneut zu reklamieren. In Einzelfällen können sie sogar Mängel für die ein Nachlass gewährt wurde, nach dem Ablauf der Gewährleistungszeit (2 jahre) reklamieren, z.B. wenn die Funktionstüchtigkeit auf Grund des Mangels von einst nicht mehr gegeben ist obwol der Hersteller dies mit gewähren des Preisnachlasses damals ausschloss.

Hersteller, die was auf sich halten, werden sicher auch dann noch eine Kulanzlösung anbieten.

Reklamationsgrund ja nein bedingt

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